„Eine besser strukturierte Zusammenarbeit in der Großregion“ forderten in einem
Gespräch mit dem luxemburgischen Minister für Wirtschaft und Außenhandel
Jeannot Krecké Vertreter der Gewerkschaftlichen Plattform. Zwar gebe es rund
um den Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion (WSAGR) eine gute
Zusammenarbeit, doch fehle ein wirkliches „Haus der Großregion“, wie der
amtierende Präsident der Gewerkschaftlichen Plattform Nico Clement (OGBL)
betonte. Nach Gewerkschaftsvorstellungen müsse es sich bei der zu schaffenden
Informationsstelle um ein zentral gelegenes Gebäude in der Luxemburger
Innenstadt handeln, das die Aufgaben einer gemeinsamen Anlaufstelle für die
Sozialpartner, für einzelne Firmen, ArbeitnehmerInnen sowie für kulturelle und
soziale Angelegenheiten übernimmt.
In dem einstündigen Gespräch hob Minister Krecké vor allem die Bedeutung der
Großregion für jede einzelne der Teilregionen hervor. Gerade im
Wirtschaftsbereich stünden das Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, die
Wallonie und sogar der Nationalstaat Luxemburg allein auf verlorenem Posten.
Mit den Worten „Ohne die Großregion hat Luxemburg keine Vision“, unterstrich
der Minister den gemeinsamen grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt sowie die
besondere Bedeutung der rund 190.000 täglich pendelnden Grenzgänger für das
Großherzogtum.

Das Treffen im luxemburgischen Wirtschaftsministerium war eines in einer Reihe
von Gesprächen, welche die Gewerkschaftliche Plattform bis zum
Regierungsgipfel im Juni in den Teilregionen führt. Die Gewerkschaftliche
Plattform der Großregion versammelt zehn dem EGB (Europäischer
Gewerkschaftsbund) angehörende Gewerkschaftsorganisationen aus Belgien,
Deutschland, Frankreich und Luxemburg, die insgesamt eine halbe Million
ArbeitnehmerInnen vertreten. Im Juni wechselt der Vorsitz von Nico Clement
(OGBL) zu Bettina Altesleben (DGB Saar).
Mitgeteilt durch die GPGR am 15. April 2009.
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